Beeplog.de - Kostenlose Blogs Hier kostenloses Blog erstellen    Nächstes Blog   

Mein Blog rund ums Thema Fashion

Modetipps und Empfehlungen



Mittwoch, 28. September 2011

Mode ist viel mehr als nur eine Klamotte...

Von fashionblog, 10:12
Fällt der Begriff Mode, so denken wohl die meisten Menschen intuitiv an ihren Kleiderschrank und an das was sich darin befindet. Kleidung, Klamotten aber auch Accessoires wie Schmuck, Taschen und Schuhe assoziieren die meisten von uns spontan mit dem Begriff der Mode.

Mode kann aber weitaus mehr sein. Mode hat nämlich viele verschiedene Aspekte und Facetten und ist daher weitaus komplexer zu betrachten.

Hier hilft es zum besseren Verständnis einfach mal auf den Ursprung des Wortes zu blicken. Das Wort Mode kommt aus dem französischen (la mode) und bedeutet wörtlich übersetzt „die Art“. - Bezeichnet wird die Art und Weise wie sich eine bestimmte Gruppe von Personen in einem zeitlich gesetzten Rahmen verhält, wenn sie bestimmte Dinge verrichten, Dinge verwenden und Dinge erwerben oder besorgen. Bestimmt wird dies meist durch gesellschaftliche Prozesse.

Wir sehen also an dieser Stelle schon, das Mode mehr ist als einfach nur Kleidung. Mode kann durchaus aus soziologischer Sicht sowie auch aus psychologischer Perspektive betrachtet werden. Neben den üblichen Charakteristika von Mode wie Farbe, Schnitt, etc. spielen dort ganz andere Dinge eine wesentliche Rolle. Insbesondere wenn man auf Ursachensuche für einen bestimmten Modetrend geht lohnt ein Blick aus der soziologischen und psychologischen Brille.

Betrachtet man Mode nämlich aus dem soziologischen Blickwinkel, so ist zu erkennen, dass Mode auch einer gewissen Normierungen dient. Die Beziehung zur Gesellschaft, die Zuordbarkeit zu einer bestimmten Gruppe oder Subkultur, als auch der stetige Wandel der Gesellschaft und deren einzelner Gruppen findet in und durch Mode deutlichen Ausdruck. Das eigene Rollenverständnis des Tragenden spielt hier bei genauerer Betrachtungsweise eine wesentliche Rolle. Mode hilft also, soziologisch betrachtet, gewisse Individuen, bestimmten Gruppen zuzuordnen.

Aus dem psychologischen Blickwinkel betrachtet dient Mode oft der Befriedigung verschiedener Grundbedürfnisse. Beachtung, Ansehen, der Wunsch konform zu sein oder aufzufallen kann mit Hilfe von Mode Ausdruck verliehen werden. Auch Aspekte wie ein Gefühl des Dazugehörens oder sich abzugrenzen kann durch Mode erzeugt werden.

Aus all diesen Aspekten gemeinsam resultieren dann neue Modeströmungen, die insgesamt eher als kurzfristig angesehen werden können. So hat jedes Jahrzehnt, geprägt von den Menschen die dort lebten und den Ereignissen die sich zugetragen haben, seine eigene charakteristische Mode die weit über die eigentliche Klamotte hinausgeht. Oft kann und wird durch, bzw. mit Hilfe von Mode, einer gewissen Lebensphilosophie Ausdruck verliehen – bewusst oder unbewusst – Mode kann tiefe Einblicke in die Psyche des Tragenden gewähren.

Freitag, 16. September 2011

Gut behütet

Von fashionblog, 13:20

Ähnlich wie Schuhe und die sonstige Kleidung diente auch die Kopfbedeckung urprünglich als Schutz vor den Widrigkeiten die einem Natur und Klima so bieten: Regen, Sonne, Wind und Schnee. Von inkontinenten Vögeln mal ganz abgesehen ^^

Aber mit der Zeit entwickelten sich noch ganz andere Bedeutungen. Im römischen Reich entwickelte sich der Hut mit der Zeit als Symbol für die Freiheit. Entlassene Sklaven bekamen von ihrem Herrn einen Hut geschenkt.

Auch der Sturz von Tyrannen (z.B. Julius Caesar) oder das Abschütteln von einer Unterdrückung durch einen anderen Staat (z.B. Holland/Spanien) wurde der Hut als symbolisches Medium genutzt um diesen Erfolg zu kommunizieren.


Im Mittelalter waren gerade bei Frauen Kopfbedeckungen schwer angesagt. Als anständige verheiratete Frau ging es unter keinen Umständen oben ohne. Spätestens mit der Hochzeit kam der Kopfputz, worin auch der Ursprung der Redensart „unter die Haube kommen“ (=heiraten) begründet liegt.

Im Laufe der Zeit wurde es jedoch immer luftiger am Kopf bis es irgendwann kein Problem mehr war unbehütet vor die Tür zu gehen. Gerade in den 60er und 70er Jahren wurde das Tragen eines Hutes immer mehr zum Symbol für altmodische Traditionen und abgestandene Rollenklischees.

Aber so ganz ohne wollten dann doch nicht alle, jedoch änderte sich für die Masse die Art der Kopfbedeckung. Spitzenreiter ist inzwischen das Basecap: die ist für jeden was, egal ob Student, Obdachloser, amerikanischer Präsident oder Papst. Aber auch Tücher, Beanies und Trilbies werden inzwischen bei Männern und Frauen immer beliebter und kunstvoll auf und um den Kopf drapiert und gehören manchmal sogar zur Abendgarderobe.


Eines wird sich aber wohl nie ändern: Die überaus exotischen und teilweise auch skurrilen Hutcreationen die bei den jährlichen großen Pferderennen in Ascot gezeigt werden. Bei dieser Gelegenheit gesehen und fotografiert zu werden ist eine ganz besondere Auszeichnung, aber ich frage mich bei manchen Kunstwerken doch wie die Damen es hinbekommen das ihnen nicht alles runterbröselt.


Da bevorzuge ich für mich doch wirklich ein schön gewickeltes Kopftuch und die bunte Strickmütze mit Bommel dran wenn es draussen arktisch wird.