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Freitag, 16. September 2011

Gut behütet

Von fashionblog, 13:20

Ähnlich wie Schuhe und die sonstige Kleidung diente auch die Kopfbedeckung urprünglich als Schutz vor den Widrigkeiten die einem Natur und Klima so bieten: Regen, Sonne, Wind und Schnee. Von inkontinenten Vögeln mal ganz abgesehen ^^

Aber mit der Zeit entwickelten sich noch ganz andere Bedeutungen. Im römischen Reich entwickelte sich der Hut mit der Zeit als Symbol für die Freiheit. Entlassene Sklaven bekamen von ihrem Herrn einen Hut geschenkt.

Auch der Sturz von Tyrannen (z.B. Julius Caesar) oder das Abschütteln von einer Unterdrückung durch einen anderen Staat (z.B. Holland/Spanien) wurde der Hut als symbolisches Medium genutzt um diesen Erfolg zu kommunizieren.


Im Mittelalter waren gerade bei Frauen Kopfbedeckungen schwer angesagt. Als anständige verheiratete Frau ging es unter keinen Umständen oben ohne. Spätestens mit der Hochzeit kam der Kopfputz, worin auch der Ursprung der Redensart „unter die Haube kommen“ (=heiraten) begründet liegt.

Im Laufe der Zeit wurde es jedoch immer luftiger am Kopf bis es irgendwann kein Problem mehr war unbehütet vor die Tür zu gehen. Gerade in den 60er und 70er Jahren wurde das Tragen eines Hutes immer mehr zum Symbol für altmodische Traditionen und abgestandene Rollenklischees.

Aber so ganz ohne wollten dann doch nicht alle, jedoch änderte sich für die Masse die Art der Kopfbedeckung. Spitzenreiter ist inzwischen das Basecap: die ist für jeden was, egal ob Student, Obdachloser, amerikanischer Präsident oder Papst. Aber auch Tücher, Beanies und Trilbies werden inzwischen bei Männern und Frauen immer beliebter und kunstvoll auf und um den Kopf drapiert und gehören manchmal sogar zur Abendgarderobe.


Eines wird sich aber wohl nie ändern: Die überaus exotischen und teilweise auch skurrilen Hutcreationen die bei den jährlichen großen Pferderennen in Ascot gezeigt werden. Bei dieser Gelegenheit gesehen und fotografiert zu werden ist eine ganz besondere Auszeichnung, aber ich frage mich bei manchen Kunstwerken doch wie die Damen es hinbekommen das ihnen nicht alles runterbröselt.


Da bevorzuge ich für mich doch wirklich ein schön gewickeltes Kopftuch und die bunte Strickmütze mit Bommel dran wenn es draussen arktisch wird.